Kulturelle Ereignisse in Berlin Nov10

Kulturelle Ereignisse in Berlin...

Kulturelle Ereignisse gehören zu Berlin wie der Hafengeburtstag zu Hamburg. Schließlich ist Berlin die deutsche Kulturmetropole schlechthin und kann sich vieler berühmter und bekannter Künstlersöhne und -töchter rühmen. Einer dieser Söhne ist Harry Kupfer. Der 1935 in Berlin geborene Opern-und Theaterregisseur ist für seine Inszenierungen, die sich in besonderer Weise mit den Figuren des jeweiligen Stücks auseinandersetzen, bekannt. In diesem Herbst inszeniert der bekannte Opernregisseur wieder für die Berliner Staatsoper. Mit einem fabelhaften Ensemble stellt er “Fidelio” Ludwig van Beethovens den Berlinern und den Gästen der Hauptstadt vor. Auch hier wird Berlin seinem Anspruch als Kulturmetropole wieder einmal gerecht. Denn ob poppig, alternativ oder klassisch, in dieser Stadt kommt kein Geschmack zu kurz – so auch nicht die Fans der Opernkunst. Für viele Gäste und Besucher der Hauptstadt ist der Besuch der Berliner Staatsoper eine willkommene Abwechslung zum touristischen Sightseeing. Vor allem an den kühlen, regnerischen Herbsttagen bietet sich der Besuch einer Kunstgalerie oder eines Theaters an. Kulturelle Ereignisse zu genießen, die den Geist anregen und ihm Anreiz zu denken geben, dafür ist die Inszenierung des “Fidelio” eine gute Gelegenheit. Mit Familie oder auch mit Freunden lässt sich hier ein guter und angenehmer Abend...

Japanische Kultur in Deutschland Jul12

Japanische Kultur in Deutschland...

Japanische Kultur ist faszinierend. Viele Deutsche träumen davon, einmal Japan zu besuchen. Die Verbindung aus rauer, wilder Natur und unglaublicher Sorgfalt, Höflichkeit und Ästhetik verlockt jedes Jahr Tausende eine Reise nach Fernost anzutreten. Aber auch, wer nicht so weit reist, kann mit japanischen Sitten und Produkten in Berührung kommen. Denn auch in Deutschland ist die japanische Kultur präsent. Etwa 30.000 Japaner leben in Deutschland. Fast ein Drittel davon hat sich in der nordrhein-westfälischen Metropole Düsseldorf angesiedelt. In “Klein-Japan” kann man nicht nur rund um die Immermannstraße exzellente japanische Restaurants finden, die von asiatischen und europäischen Kunden frequentiert werden. Hier gibt es auch den Japanischen Klub. Ursprünglich ein Treffpunkt für die Gattinnen japanischer Unternehmer, ist der Klub längst zu einem Zentrum japanischer Lebenskunst in Deutschland geworden. Hier kann man Kendo Kampfkunst lernen, erfahren, wie man einen Kimono trägt und japanische Volkslieder erklingen hören. Ein weiteres Highlight ist Eko-Haus der japanischen Kultur im Bezirk Oberkassel. Einmal monatlich kann man in diesem buddhistischen Tempel sogar eine Teezeremonie erleben und auf dem Teeweg der Erkenntnis...

Kulturradio – ein Hörgenuss May18

Kulturradio – ein Hörgenuss...

Viele Menschen in Deutschland erwarten vom Radioprogramm mehr als nur die neusten Nachrichten aus aller Welt. Kulturradio bietet ein reichhaltiges Angebot an verschiedenen Programmformaten, von Musik über Feuilleton bis zu Berichten über aktuelle kulturelle Veranstaltungen. Im Kulturradio werden die Hörer gezielt informiert, aber auch erbaut: durch Hörspiele, Interviews und Konzerte. Nun lockt Musikfreunde eine neue Sendereihe im Kulturradio: Die Absolventen heißt sie und präsentiert exzellente Studierende der Universität der Künste und der Musikhochschule Hans Eisler. Seit April werden in sechs Sendungen die Studierenden namhafter Solisten vorgestellt, die an den Berliner Musikhochschulen lehren. Neben der hervorragenden Musik werden Gespräche mit den Studierenden geführt. Die kulturelle Vielfalt der Berliner Musikszene wird in diesem Programm auf eindrucksvolle Weise sichtbar gemacht. Einmal monatlich wird eine der sechs Sendungen ausgestrahlt, in der Sommerpause in August und September setzt das Programm allerdings aus, um im Oktober fortgesetzt zu werden. In jeder Sendung geht es um ein anderes Instrument. Kurzum: Im Kulturradio kann man sich nicht nur informieren sondern auch die Früchte der Großstadtkultur...

Hollywood – Raum ohne Rassismus? Mar20

Hollywood – Raum ohne Rassismus?...

Jeder, wirklich jeder, kennt Hollywood. Ob wegen Filmen, Festivals, oder dem neuesten Promi-Tratsch, es gibt keinen Deutschen, der sich unter dem Namen nichts vorstellen kann. Aber ist die Stadt des Glamours und Blitzlichtgewitters wirklich so progressiv und modern, wie man sich gerne vorstellt? Wer die Oscar-Verleihung dieses Jahres verfolgt hat, hat sicherlich gemerkt, dass alle nominierten Schauspieler auffällig weiß waren – und das nicht zum ersten Mal. Dies ist nicht nur ein Problem der Academy Awards, wie die Oscars auch oft genannt werden. In großen Filmen und erfolgreichen TV-Serien gibt es oft wenige Rollen für schwarze Schauspieler oder andere Minderheiten. Selbst wenn solche Rollen auftauchen, sind diese oft eher unauffällig und manchmal sogar rassistisch. Selbst wenn sich ein Film um Personen aus ethnischen Minderheiten dreht, werden diese Rollen trotzdem oft durch weiße Schauspieler besetzt, wie zuletzt in dem Blockbuster „Gods of Egypt“, ein Film der nicht nur in Hollywood wegen seiner mangelnden Diversität kritisiert wurde. Obwohl der Druck auf das Filmparadies groß ist, bleibt es ungewiss, ob sich in Hollywood tatsächlich etwas ändern...

Alle Jahre wieder Jan29

Alle Jahre wieder

Sie sind Institutionen unseres kulturellen Lebens, auch wenn wir sie vielleicht als diese wahrnehmen. Doch was wäre Weihnachten ohne Loriots “Weihnachten bei Hoppenstedts”, “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” oder auch “Der kleine Lord”. Diese Liste lässt sich leicht fortsetzen. Wie wäre es z.B. mit Silvester ohne “Dinner for one” oder der 9. Symphonie von Beethoven.   Diese Fernsehsendungen sind inzwischen für viele fast ebenso selbstverständlich wie Glühwein am Weihnachtsmarkt oder das sommerliche Grillen im Garten. Sie gehören fest zu unserem Leben und zu unserem alljährlichen Alltag. Entsprechend groß wäre daher wohl der Aufschrei, wenn diese Sendungen ersetzt würden, durch modernere Pendants, die nach Ansicht der Vordenker des öffentlich-rechtlichen Fernsehens eher die attraktive jüngere Zielgruppe ansprechen. DSDS statt Beethoven, Circus Halligalli statt Loriot und Siegfried mit Tom Gerhardt statt Aschenbrödel. Kulturelle Erneuerung ist wichtig, damit wir nicht ewig an verkrusteten alten Strukturen festhängen. Allerdings hat das öffentliche Fernsehen in dieser Hinsicht in den letzten Jahren nicht immer ein glückliches Händchen gehabt siehe das lange Festhalten an Wetten, dass und die fragwürdige Modernisierung des Musikantenstadls. Es bleibt zu hoffen, dass uns die Klassiker vom Anfang dieses Posts noch lange erhalten bleiben und vielleicht mit den Jahren durch neue und frische Formate ergänzt werden, die dennoch das Zeug dazu haben, dass wir uns alle Jahre wieder auf sie freuen und sagen können: “Was wäre [….]...

Bibliotheken – ein Auslaufmodell? Nov01

Bibliotheken – ein Auslaufmodell?...

Früher waren Bibliotheken Zentren des gesellschaftlichen Zusammenkommens, der Bildung und der Wissenschaft. Bibliotheken waren essentielle Bausteine der Kultur. Man denke nur an die berühmte Bibliothek von Alexandria. Wie die Menschheit sich wohl entwickelt hätte, wäre dieses Zentrum von Kunst, Kultur und Wissenschaft mit all ihren unwiederbringlichen Schätzen in der Antike nicht zerstört wurden. Auch heute spielen Bibliotheken noch eine wichtige Rolle. Die Betonung liegt (vielleicht) auf noch, denn der Bibliothekssektor sieht sich (wie der gesamte Kultursektor) den Herausforderungen des digitalen Wandels gegenüber. Streamingportale und digitale E-book oder E-Journal-Libraries scheinen die physische Bibliothek mit einem Gebäude, Büchern und Regalen wie wir sie heute kennen zu einem Auslaufmodell zu machen. Vor allem auf dem Wissenschafts- und Hochschulsektor ist elektronisches Publizieren inzwischen die allgemeine Praxis. Manche Zeitschriften oder Publikationen erscheinen erst gar nicht mehr in gedruckter Version. Portale und Anbieter wie JSTOR oder die Naxos Music Library lassen alte physische Bestände antiquiert erscheinen. Im Bereich der öffentlichen Bibliotheken geht dieser Wandel vielleicht langsamer vonstatten. Aber auch hier versuchen die Bibliotheken immer mehr digitale Angebote zu integrieren. Werden die Bibliotheken wie wir sie heute kennen also aussterben und durch rein digitale Angebote ersetzt? Diese Frage lässt sich im Moment noch nicht sicher beantworten. Es sieht danach aus als könnte sich das physische Buch gegen die digitale Konkurrenz aus E-Books behaupten. In einigen Ländern zeigen Studien, dass die Verkäufe in Buchläden nicht rückläufig sind. Gleiches könnte also für die Bibliotheken gelten. Dennoch muss sich der Bibliothekssektor mit dem digitalen Wandel befassen und an ihm teilnehmen um nicht von ihm verschluckt zu...

Die Flüchtlingskrise – Bedrohung der westlichen Werte oder einmalige Chance Sep06

Die Flüchtlingskrise – Bedrohung der westlichen Werte oder einmalige Chance...

  Die letzten Wochen und Monate war die Flüchtlingskrise nach Europa das allbeherrschende Thema in den Medien sowie in der Politik. Auch die Gesellschaft ist in allen ihren Facetten (guten und weniger guten) involviert, wenn hilfsbereite Bürger, dem Prinzip der Nächstenliebe folgend uneigennützig helfen, oder “besorgte” Bürger, ihren Sorgen und ihrem Ärger oft in fragwürdiger Weise Luft machen. Dabei ist es egal ob wir von Flüchtlingen, Refugees, Asylanten oder Emigranten sprechen. Es sind Menschen, die zu uns kommen und von dieser Tatsache, lenken die soeben genannten Begrifflichkeiten nur allzu leicht ab und als solche sollten sie auch behandelt werden. Es wird Zeit, dass die Gesellschaft und die Politiker Europas nicht nur die Belastungen und Kosten sehen, sondern ebenso die einmaligen Chancen, die sich in dieser Situation bieten können. Oft wird argumentiert, dass die christlich-aufgeklärten Werte unserer westlichen Gesellschaft, durch die vorwiegend muslimischen Einwanderer gefährdet ist. Einige prophezeien gar den Untergang der Kultur des Abendlandes. Anstatt jedoch Schreckensszenarien an die Wand zu malen, sollten wir uns der Stärke unserer über Jahrhunderte gewachsenen gesellschaftlichen Strukturen und unserer Kultur besinnen. Es ist möglich, dass einige Dinge sich in den nächsten Jahren ändern werden. Jedoch waren Wandel und Veränderung seit jeher ein grundsätzliches Merkmal jeder Gesellschaft und Kultur. Daher sollten wir die Chance ergreifen an diesem Wandel aktiv mitzuwirken und die Werte die uns wichtig sind neuen potentiellen Mitbürgern zu vermitteln, sie mit daran teilhaben zu lassen, anstatt neue Mauern aufzubauen. Durch Rückkehrer in ihre Heimatländer, haben wir somit vielleicht die Chance auch den Wandel in den Krisenregionen der heutigen Zeit ebenfalls in Gang zu...