Alle Jahre wieder Jan29

Alle Jahre wieder

Sie sind Institutionen unseres kulturellen Lebens, auch wenn wir sie vielleicht als diese wahrnehmen. Doch was wäre Weihnachten ohne Loriots “Weihnachten bei Hoppenstedts”, “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” oder auch “Der kleine Lord”. Diese Liste lässt sich leicht fortsetzen. Wie wäre es z.B. mit Silvester ohne “Dinner for one” oder der 9. Symphonie von Beethoven.   Diese Fernsehsendungen sind inzwischen für viele fast ebenso selbstverständlich wie Glühwein am Weihnachtsmarkt oder das sommerliche Grillen im Garten. Sie gehören fest zu unserem Leben und zu unserem alljährlichen Alltag. Entsprechend groß wäre daher wohl der Aufschrei, wenn diese Sendungen ersetzt würden, durch modernere Pendants, die nach Ansicht der Vordenker des öffentlich-rechtlichen Fernsehens eher die attraktive jüngere Zielgruppe ansprechen. DSDS statt Beethoven, Circus Halligalli statt Loriot und Siegfried mit Tom Gerhardt statt Aschenbrödel. Kulturelle Erneuerung ist wichtig, damit wir nicht ewig an verkrusteten alten Strukturen festhängen. Allerdings hat das öffentliche Fernsehen in dieser Hinsicht in den letzten Jahren nicht immer ein glückliches Händchen gehabt siehe das lange Festhalten an Wetten, dass und die fragwürdige Modernisierung des Musikantenstadls. Es bleibt zu hoffen, dass uns die Klassiker vom Anfang dieses Posts noch lange erhalten bleiben und vielleicht mit den Jahren durch neue und frische Formate ergänzt werden, die dennoch das Zeug dazu haben, dass wir uns alle Jahre wieder auf sie freuen und sagen können: “Was wäre [….]...

Deutsche Fernsehkultur wird nach Asien exportiert! Nov05

Deutsche Fernsehkultur wird nach Asien exportiert!...

Dass die Kultur äußerst zahlreiche Facetten entwickeln kann, wissen wir ja schon seit einiger Zeit. Im Goethe-Institut wird jetzt unter dem Kultur und Entwicklungsprogramm eine besondere Kulturform nach Asien vermittelt. Laut dem Goethe-Institut wurden in Südostasien vor allen Dingen unsinnige Zeichentrickserien aus fernen Ländern gezeigt. Informationssendungen für Kinder wie Löwenzahn & Co. gab es vorher nicht. Man beschränkte sich bis dahin nur auf Lachen, tanzen und singen. Vor einem Jahr ging dann die geförderte Sendereihe “ich hab’s kapiert” an den Start. Der Erfolg ist laut dem Goethe-Institut sehr groß. Damit wäre dann das deutsche Fernsehverhalten endgültig als Kulturgut anerkannt. Laut dem Goethe-Institut in Bangkok sind Medien ein Teil des Kulturlebens. Die Aktion wurde direkt mit 110.000 € unterstützt und man gibt Unterstützung für Filmproduzenten aus weiteren asiatischen Ländern. Während man in Deutschland versucht Kinder besonders aus sozial schwachen Familien von dem Fernseher los zu bekommen, unterstützt man in Asien Kindersendungen zu produzieren. Der Vorsatz Filmemacher zu unterstützen um lehrreiche Kinderprogramme zu erstellen, mag sicher positiv sein. Muss man sich nicht die Frage stellen ob Fernsehen ein wertvolles Kulturgut ist, das es gilt zu unterstützen? Oder hat man aufgegeben andere Möglichkeiten zu finden um Kindern in ihrer Freizeit wertvolle und lehrreiche Informationen zu vermitteln. Als Informationsmedium ist das Fernsehen sicher das weltweit anerkannteste. Auch für die Werbeindustrie dürfte dieses Medium das wichtigste sein. Ist es aber wünschenswert besonders bei Kindern den Gebrauch von diesem Medium zu unterstützen? Wer setzt die Prioritäten für die Projekte bei denen deutsche Steuergelder ausgegeben werden? In vielen Ländern der Erde verhungern Kinder, werden zur Zwangsarbeit gezwungen, sterben durch Seuchen oder bekommen keine Schulausbildung. Da ist es natürlich sehr wichtig, dass in Asien Kinder wichtige Lerninhalte im Fernsehen zu sehen bekommen. Ist die deutsche Fernsehkulturgut so gut...