Kulturgut Gartenzwerge Dec18

Kulturgut Gartenzwerge...

Seit August Heissner 1872 in Thüringen die Manufaktur für Keramikzwerge gründete, haben die kleinen Figuren die Vorgärten in Deutschland kontinuierlich erobert. Seitdem gibt es mehr als 25 Millionen der kleinen Figuren in Deutschlands Schrebergärten. Sie gelten als eine der top zehn Wahrzeichen der Deutschen. Ursprünglich wurden die kleinen Figuren nur als Gartenhelfer angeboten. Heute kann man sie mit nackten Hintern oder einem Messer im Rücken in vielen Vorgärten finden. Die deutschen nehmen sie so ernst, dass sie sogar für die kleinen Figuren vor Gericht ziehen. Der kleine Gartenzwerg mit dem Stinkefinger in Richtung Nachbarsgarten hat schon Gerichtsprozesse über mehrere Jahre lang provoziert. Gerichte berichteten schon von Ton gewordener Provokation in den Gerichtssälen. Wer mir nicht glaubt, kann gerne im Verein zur Aufrechterhaltung und Förderung der Kultur der Gartenzwerge nachfragen. Er wird in Gmünd von Herrn Alfred Schorli geleitet. Wenn man jetzt nicht von der Wichtigkeit der kleinen Figuren überzeugt ist, kann man im osthessischen Eichenzell bei Fulda die Ausstellung Gartenzwerge – Kitsch oder Kunst besuchen. In dem Badehaus des Schlosses Fasanerie werden mehr als 30 Gartenzwerge ausgestellt. Der Gartenzwerg hat aber nicht nur Deutschlands Gärten in Beschlag genommen, auch in deutschen Büros findet er neuerdings Zugang. Mit Handy, im Anzug oder mit anderen Bürotätigkeiten beschäftigt hat er Deutschlands Schreibtische schon lange erobert. In Frankreich baut sich im Moment eine große Opposition für die deutschen Gartenzwerge auf. Um sich von ihren deutschen Brüdern abzugrenzen, tragen Sie die oppositionelle weiße Zipfelmütze anstatt der traditionellen Roten. Man kann also in nächster Zeit mit Konflikten an der Gartenzwergfront rechnen. Auch wird viel Ärger von der in Frankreich gegründeten Bewegung “Front der Befreiung der Gartenzwerge” erwartet. Sie haben sich zum Ziel gesetzt die kleinen Gartenhelfer aus ihrer Gefangenschaft zu befreien und sie wieder in ihren natürlichen Lebensraum in der...